Kategorie: Cello

Wie Sie kratzende Tonanfänge am Frosch in wohlklingend gestaltete Musik verwandeln

Haben Sie sich auch schon einmal gewundert, warum es manchmal so schwer erscheint, zwei Töne hintereinander zu spielen, die weich aneinander anschließen sollen?

Dieses Thema beschäftigte uns insbesondere beim letzen Workshop für Fortgeschrittene, als wir daran gingen, einige romantische Stücke zu erarbeiten.

Sie streichen zum Beispiel einen Aufstrich und wollen kurz vor dem Frosch den Bogen umdrehen. Sie kommen zum Frosch, und …. schon ist es wieder passiert: Weiterlesen

„The Irish Washerwoman“ ein traditioneller Irischer Jig

Kommen wir einmal weg von grauer Theorie oder technischem Spielen. Kommen wir zu aktivem Musizieren.

Wissen Sie was ein Irischer „Jig“ ist?

Der Jig ist ein ausgelassener Irischer Tanz, der meist zu Geigenmusik getanzt wurde. Bekannt ist der Jig bereits seit dem 16. Jahrhundert.
Tänze haben meist ähnliche Rhythmen, und so findet man den Jig, meist in zusammengesetzten Dreiertaken. Weiterlesen

Schnelles Greifen Teil 6 – Rhythmus als Mittel, Schnelligkeit zu trainieren

Nun haben wir doch schon so viele Artikel über das Spielen von schnellen Noten gelesen. „Was soll man denn nun noch alles tun“, werden Sie sich wohl langsam fragen.

Nun, ein letztes Mal noch möchte ich Sie mit diesem Thema belästigen. Vielleicht geht es dabei aber um eine der wichtigsten Methoden, mit denen man sich schnelles Spielen eintrainieren kann.

Haben Sie einmal einen Marathonläufer gefragt, wie er zu seiner Leistung kommt? Weiterlesen

Schnelle Noten – Wie spielt man verschiedene Notenwerte?

Kennen Sie das? Sie spielen ein Stück, und sobald ein paar kurze Noten auftauchen, kratzt es auf Ihrem Instrument? Oder anders herum. Sie spielen ein Stück und auf einmal tauchen längere Noten auf, die Sie aushalten müssen. Sie spielen diese Noten, und das Instrument klingt „gequält“ die Töne wollen nicht richtig klingen.

Wenn Ihnen das passiert, befinden Sie sich in dem Stadium des Lernens, in dem man schnelle Noten mit „viel Aktion“ verbindet. Und diese „viele Aktion“ bringt es dann des öfteren mit sich, dass man in punkto Ansprache der Saite etwas über das Ziel hinaus schießt und die Saite überfordert.

Es wird daher Zeit, dass wir uns einmal über das Thema unterhalten: „Was hat die Länge der Noten (oder eben deren Schnelligkeit) mit der Geschwindigkeit des Bogenstrichs zu tun?“

Nun – die Sache erklärt sich denkbar einfach. Im Grunde hat die Schnelligkeit von Noten gar nichts mit der Geschwindigkeit des Bogens zu tun.

Die Geschwindigkeit des Bogens ist für die Klangfarbe und die Kraft des Tons zuständig. Die Geschwindigkeit des Bogens wirkt sich auf die Schwere oder Leichtigkeit eines Tons aus. Je nach dem, in welchem Abstand Sie zum Steg streichen, brauchen Sie einen etwas langsameren oder einen schnelleren Bogen. Vielleicht wollen Sie zu diesem Thema noch einmal den entsprechenden Beitrag lesen.

Bogengewicht und -geschwindigkeit

Aber noch einmal: Wie stellt sich nun das Verhältnis von Bogengeschwindigkeit und der Länge der Noten dar?

Am besten, Sie sehen sich jetzt einmal das Video zum Thema an.

Haben Sie es gemerkt? Der Bogen hat immer die gleiche Geschwindigkeit, egal, wie lang die Noten sind. Sie setzen die Bogenmenge ins Verhältnis zur Länge der Noten. Für längere Noten hat der bogen mehr zeit zum streichen, daher legt er eine größere Strecke zurück. Kürzere Noten hingegen werden mit weniger bogen gestrichen. So einfach ist das!

Vielleicht möchten Sie gerne die Übung, die im Video gezeigt wurde, einmal ausprobieren. Sie finden sie hier zum Download. Notenwerte und Bogenmenge

Die erste Übung habe ich gar nicht aufgeschrieben. Sie streichen einfach lange Noten und verringern Ton für Ton die Bogenmenge. Dabei beschleunigen sich die Noten immer mehr und Sie kommen ganz von alleine dahin, dass Sie sehr schnelle Noten streichen. Wenn Sie dabei das Gefühl haben, dies ganz leicht und ohne große Anstrengung zu bewältigen, dann haben Sie den Dreh heraus. Sie streichen mit recht kleiner Bogenmenge und die Saite spricht gut an. Versuchen Sie diese Übung bitte auf allen Saiten Ihres Instrumentes. Sie werden sehen dass die verschiedenen Saiten auch verschieden auf Ihren Bogen reagieren. Stellen Sie sich stets auf die Gegebenheiten der Saite ein. Nicht die Saite muss Ihnen gehorchen; Sie müssen auf die Bedingungen der Saite eingehen uns ihre Ansprache, ihre Trägheit beim Streichen „erfühlen“.

Für die zweite Übung mit den Verdoppelungen der Geschwindigkeit verwenden Sie das beigelegte Blatt.
Drucken Sie sich die Noten aus und versuchen Sie es einmal. Der Einfachheit halber habe ich nur eine Version im Violinschlüssel aufgeschrieben. Da es sich aber um eine Übung auf einer beliebigen leeren Saite handelt, kommt es nur auf den dargestellten Rhythmus an. Spielen Sie die Übung bitte zunächst auf allen leeren Saiten Ihres Instruments. In einer zweiten Stufe wenden Sie die Übung auch auf gegriffene Töne an. Sie werden merken, dass insgesamt gegriffene Töne etwas schwerer ansprechen als leere Saiten, und Sie eventuell die Bogengeschwindigkeit gegenüber den leeren Saiten etwas geringer halten müssen. Bei den schnellen Noten heißt das, dass Sie noch etwas knapper mit noch weniger Bogen streichen.

Notenwerte und Bogenmenge

Haben Sie es gespürt? Haben Sie gemerkt, wie die immer schnelleren Noten mit einer immer kleiner Bewegung des Bogens einher gehen? Dann haben Sie das Grundprinzip verinnerlicht, nach dem schnelle Noten gespielt werden.

Zugegebenermaßen haben wir uns für dieses Mal nur auf den Anteil des Bogens an der ganzen Thematik beschränkt.  Die Fingerarbeit bei schnellen Noten ist ein ganz anderes Kapitel, dem wir uns bei einem nächsten Mal gerne widmen. Beobachten Sie sich nur ein mal selbst, wenn Sie einen schnellen Lauf spielen. Sie können ganz erheblich zum Gelingen einer schnellen Passage beitragen, wenn Sie sich auf der Seite des Bogens darauf konzentrieren, klein genug zu streichen.

Probieren Sie es aus.

mit herzliche Grüßen

Felix Seiffert

Gefühlvoll streichen mit Kraft – Der ausbalancierte Strich am Cello und Kontrabass

Da wir uns letzte Woche mit der generellen Thematik der Kraftübertragung des Bogens auf die Saiten des Instruments beschäftigt haben, möchte ich Ihnen heute einiges darüber erzählen, was dies alles für Konsequenzen an Cello und Kontrabass hat.

Zunächst einmal: Es geht ums gleiche Prinzip.

Genauso wie bei Geige und Bratsche halten wir am Cello und am Kontrabass auf ganz bestimmte Art den Bogen. Und ebenfalls bewegen wir den Bogen über die Saiten und damit unsere Hand beim Streichen abwechselnd vom Instrument weg und wieder darauf zu.

Und es geht ebenfalls um die gleiche Sache, wenn man sagen muss, dass man am Frosch den Arm entlastet, weil man dort das Armgewicht direkt auf die Saiten wirkt. Ebenso muss man feststellen, dass an der Spitze der Arm am weitesten vom Auflagepunkt des Bogens auf der Saite entfernt steht, und daher das Gewicht durch die Hebelkraft der Finger (welche das beim Kontrabass sind, wird sich unten noch herausstellen) auf die Saite übertragen werden muss.

Soviel zu den Gemeinsamkeiten. Aber was sind die Unterschiede?

Ich möchte Ihnen einmal berichten, wir es mir als Celloanfänger gegangen ist. Ich hatte im zarten Alter von 9 Jahren mit dem Geigenspiel begonnen und war darauf ganz gut durch die Grundlagen (also das Spiel in ungefähr 3 – 4 Lagen und entsprechender Bogentechnik) gekommen.

Nun wuchs in mir der Wunsch noch ein zweites Instrument dazu zu lernen. Das Cello hatte es mir ganz besonders angetan, und schon bald stellte sich heraus, dass das nun mein Hauptinstrument werden sollte.

Aber eines kann ich Ihnen sagen. Es mag vielleicht mit mangelnder Anleitung zu tun gehabt haben, aber mir tat 2 Jahre lang der rechte Arm beim Streichen weh.

Das Cello und natürlich noch mehr der Kontrabass haben bedeutend längere und auch schwerere Saiten und damit eine wesentlich größere Trägheit in der Ansprache.

Während Sie auf der Geige eher das Problem haben, mit Ihrem Armgewicht den Ton unter dem Bogen zu „zerdrücken“, kann es passieren, dass Sie beim Cello gerade in der oberen Hälfte und an der Spitze das Gefühl bekommen, so viel Gewicht gar nicht aufbringen zu können, wie die Saite nötig hätte um schwingen zu können.

Und als Gegenreaktion dazu kommen Sie daher sehr rasch an den Punkt, an dem Sie drücken, so fest Sie können. Und darüber verlieren Sie das Gefühl dafür, was es tatsächlich an Gewicht für die Ansprache der Saite braucht. Sie verlieren also das Gefühl für die Ansprache der Saite und spüren nur noch Ihren eigenen Arm.

Im Nachhinein betrachtet war dies genau der Punkt, der mich dazu brachte, im Arm Schmerzen beim Streichen zu haben. Ich hatte einfach keine ausgewogene Kraftübertragung auf dem Bogen zustande gebracht.

Wenn man aber nun diesen Fehler gleich am Anfang vermeiden will, dann sollte man sich zuerst klar machen, wie viel an Bogendruck es wirklich braucht, um eine Saite anzustreichen. Diese klar machen, ist aber nicht wirklich mit dem Kopf zu erfassen. Sie müssen schon ein Gefühl dafür bekommen, wie es ist, dieses Verhältnis von Gewicht des Arms auf dem Bogen und der Ansprache der Saite.

Erinnern Sie sich noch an den Blogartikel, in dem es über das Verhältnis von Bogengewicht und der Geschwindigkeit des Bogens ging. Dies wurde dann auch noch ins Verhältnis gesetzt zum Abstand des Bogens zum Steg.

http://bogenbalance.de/blog/?p=865

Im Prinzip würde ich Ihnen raten, zunächst einmal die Saite recht nah am Griffbrett anzustreichen. Hier spricht die Saite relativ leicht an und sie können einmal ausprobieren, wie wenig Gewicht der Bogen auf der Saite haben muss. Es gibt immer eine optimale Geschwindigkeit, an der die Saite gut anspricht. Streichen Sie zu langsam, geht es mit dem Ton recht „quälerisch“ voran. Streichen Sie aber zu schnell, kann die Saite vom Bogen nicht mitgenommen werden. Sie könnten dies mit erheblich mehr Bogengewicht noch ein Stück weit kompensieren und die Saite trotzdem zum klingen bringen, aber das würde ich Ihnen im Moment nicht raten, da es auf die Dauer sehr anstrengend wird.

Nun versuchen Sie einmal diese Form der Ansprache auf den ganzen Bogen zu übertragen. Zunächst streichen Sie um die Mitte des Bogens herum. Hier werden Sie merken, dass Sie die Tonansprache zunächst am ehesten in der Hand haben. Nun versuchen Sie weiter an die Spitze zu streichen. Und wahrscheinlich werden Sie jetzt merken, dass es immer schwieriger wird, den Ton am klingen zu halten.

Hier muss nun Ihr rechter Ellbogen einsetzen und zusammen mit dem Hebel zwischen Zeigefinger und Daumen das Armgewicht auf den oberen Teil des Bogens übertragen. Heben sie also den Ellbogen umso weiter an, als Sie an die Spitze des Bogens kommen. Sie werden es merken, dass es nicht darum geht mit dem erhöhten Ellbogen sehr viel kraft auf das Instrument zu übertragen. Nein: das nötige Gewicht kommt auf das Instrument und der Arm kann dies trotzdem in Leichtigkeit ausführen. Das ist das Geheimnis der Sache.

Anders gestaltet es sich, wenn wir in die Gegend des Frosches kommen. Hier wird unser natürliches Armgewicht für die Ansprache der Saite zu schwer, weil es fast direkt auf den Auflagepunkt des Bogens wirkt. Hier ist es nötig, mit dem Ellbogen sehr tief zu spielen, um den Bogen zu entlasten. Wenn Sie den Ellbogen tief halten, wirkt ein Gegenhebel zwischen Daumen und dem kleinen Finger. Und dieser Hebel entlastet nun den Bogen auf seinem Auflagepunkt.

Spätestens jetzt ist aber der Zeitpunkt gekommen, an dem Sie sich das Video ansehen sollten, das den Sachverhalt noch besser aufzeigen kann.

Beim Kontrabass funktioniert die Sache wieder ähnlich, aber nicht gleich. Der Kontrabass hat noch schwerere Saiten, und außerdem steht er nahezu senkrecht auf dem Boden. Aus diesem Grund ist es also noch weniger das Armgewicht, was auf den Bass wirken kann, als die Kraft der Pronation im Arm.

Trotzdem ist es aufgrund der anderen Bogenhaltung eine sehr angenehme Sache, auf dem Bass zu streichen.

Auf dem Kontrabass können sie nahezu mit dem ganzen Bogen mit einem hängenden Arm spielen. Voraussetzung hierfür ist allerdings, dass Sie den Bass auf die richtige Höhe in Bezug auf Ihre eigene Körpergröße bringen.

Stellen Sie sich hierzu an den Kontrabass und sehen Sie einmal nach, ob es möglich ist, bei korrekt gehaltenem Bassbogen, den Bogen etwa in der Mitte zwischen Steg und Griffbrett genau quer zur Saitenrichtung zu halten, ohne sich dabei bücken, oder den Arm anwinkeln zu müssen.

Müssen Sie den Arm anwinkeln, ist der Bass zu hoch eingestellt, müssen Sie sich bücken oder leicht nach vorne neigen, ist der Bass zu tief für Sie eingestellt.

Haben Sie nun die richtige Höhe gefunden, setzen Sie den Bogen auf und „hängen“ Ihren Arm in den Bogen hinein. Dies geschieht dadurch, dass auch hier eine Hebelwirkung entsteht, diesmal zwischen Daumen und dem Ansatz des Zeigefingers. Das Hintere Ende der Bogenstange liegt zwischen Daumen und Zeigefinger und der Daumen liegt nun über der Bogenstange etwa über dem vorderen Ende des Frosches. So kommt auf sehr natürliche Weise eine Hebelwirkung zustande mit der man Gewicht auf den Bogen übertragen kann. Da hierbei der Arm nahezu in seiner natürlichen Ruhestellung (hängend, Handflächen dem Körper zugewandt) bleiben kann, haben Sie mit diesem Hebel ein enormes Kraftpotential.

Und auch hier tritt die gleiche Gesetzmäßigkeit auf, wie beim Streichen auf dem Cello. Je weiter sich der Frosch vom Auflagepunkt des Bogens auf der Saite weg bewegt, desto mehr steigt der Ellbogen. Dieses „Steigen“ ist allerdings aufgrund der senkrechten Haltung des Kontrabasses eher ein „nach außen Drehen“ des Arms. Aber auch dieses sehen Sie wahrscheinlich besser im Video.

Mit diesen kleinen Hinweisen wünsche ich Ihnen ein gelungenes und „stressfreies Streichen und Gestalten des Tones auf Ihrem Instrument.

Gutes Gelingen!

Felix Seiffert

Kolophonium – oder warum Sie sich um die Beschaffenheit Ihres Bogens kümmern sollten

Aus aktuellem Anlass möchte ich diesen Blogbeitrag einmal einer oft vernachlässigten Frage bezüglich des Umgangs mit dem Bogen widmen.

Als letzte Woche die Schule wieder begann, und ich das erste Mal meine Streicherklassen und deren Instrumente wieder sah, fiel es mir wie Schuppen von den Augen.

Die Streicherklässler benutzen fast kein Kolophonium!

Sie machen sich keine Begriffe! Wenn man nach so einer Ferienpause zurück kommt sind auf einmal alle Bögen vollkommen glattgespielt, und man wundert sich, wie da überhaupt so etwas wie ein Klang aus dem Instrument kommen soll.

Nun kann man Kindern eine gewisse Nachlässigkeit verzeihen, das ist einfach so bei Kindern, dass sie einfach drauflos spielen und gar nicht merken, was um sie herum passiert.

Allerdings ist diese Beobachtung Anlass genug, sich einmal über das Für und Wider des Gebrauchs von Kolophonium zu unterhalten.

Haben Sie einmal ein mikroskopisches Foto eines Haares gesehen? Haare sind genau betrachtet gar nicht so glatt, wie man immer meinen möchte. Sie haben an ihrer Oberfläche viele kleine Schuppen, die ein solches Haar wie eine kleine Raspel aussehen lassen.

Diese Struktur eines Haares, (in unserem Falle eines Pferdehaares und bestenfalls eines mongolischen Schimmelhaares) ermöglicht es, dass die Haare, die auf einem Bogen aufgespannt sind, die Saiten eines Streichinstruments zum Schwingen bringen können.

Würden Sie allerdings einen frisch bezogenen Bogen mit vollkommen unbehandelten Haaren über die Saiten einer Geige streichen wäre das klangliche Resultat mehr als unbefriedigend. Sie würden so gut wie gar nichts hören.

Damit die Haare auf dem Instrument nun überhaupt einen Ton zum Klingen bringen können, müssen die Haare mit Kolophonium bestrichen werden. Kolophonium ist ein sehr festes Harz, das in kleinen Packungen entweder in Pappschachteln, oder eingefasst in Aluminiumbehälter, oder auch einfach in ein Tuch eingewickelt, erhältlich ist.

Kolophonium wird je nach Instrument unterschiedlich zusammengestellt. So haben beispielsweise die kleineren Instrumente insgesamt härteres Kolophonium. Die tiefen Bassinstrumente wie das Cello oder der Kontrabass, haben eher weiches klebriges Kolophonium. Bei diesen Instrumenten muss der Bogen klebriger sein, um die schweren und trägen Saiten in Schwingung bringen zu können.

Wenn Sie sich vorstellen wollen, wie das Anstreichen einer Saite funktioniert, dann sollten Sie sich noch einmal das mikroskopische Bild der Haare vor Augen halten. Nun hat das Haar diese Schuppen, und zudem ist es mit einer Schicht von Kolophoniumpulver überzogen. Kolophonium reibt sich beim Einstreichen des Bogens zu einem Pulver ab, das später auf dem Bogen liegen bleibt. Wird er Bogen nun zum Streichen auf dem Instrument benutzt, verklebt sich das Kolophonium durch die feine Reibungswärme, die beim Streichen entsteht, mit den Haaren.

Mit diesen Eigenschaften ausgestattet sind nun die Haare des Bogens so griffig, dass sie die Saiten des Instrumentes etwas vorspannen können. Legen Sie also einen Bogen auf eine Saite Ihres Instrumentes und geben ein wenig Gewicht, so werden sie ganz leicht die Saite ein paar Millimeter nach rechts und links bewegen können, ohne das die Saite unter dem Bogen zum Schwingen kommt.

Versuchen Sie nun über diesen Punkt hinaus zu gehen und die Saite noch weiter zu spannen, wird irgendwann der Punkt erreicht sein, wo die Haftung des Bogens nicht mehr ausreicht um die Saite in ihrer Spannung fest zu halten. Die Saite wird sich aus der Haftung verabschieden und zu schwingen anfangen.

Streichen Sie nun mit dem Bogen weiter über die Saite können Sie sich vorstellen, dass der Vorgang des Spannens der Saite und des Auslassens viele Male in der Sekunde wiederholt wird. Jedes Mal, wenn die Saite durchgeschwungen ist, wird sie von den Bogenhaaren neu erfasst, wieder gespannt und für eine neue Schwingung losgelassen. Streichen ist also sozusagen ein sehr schnell wiederholtes Anzupfen einer Saite mit dem Bogen.

Stellen Sie sich nun einmal vor, was wäre, wenn sie wenig Kolophonium auf dem Bogen hätten. Sie würden merken, wie der Bogen auf einmal nicht mehr so gut die Saite angreift. Und – Sie würden dieses beim Spielen mit mehr Druck des Bogens auf die Saite zu kompensieren versuchen. Das ist die ganz natürliche Reaktion eines jeden Spielers, wenn der Bogen nicht mehr greift.

Leider passiert in diesem Fall eines: Jetzt werden beim Spielen die kleinen Schuppen auf den Bogenhaaren mehr belastet, da sie mehr oder weniger allein die Funktion des Anpackens der Saite übernehmen müssen. Und diese kleinen Schuppen nützen sich dabei ab. Sie nützen sich natürlich auch beim Streichen mit Kolophonium ab, weshalb man von Zeit zu Zeit einen neuen Bogenbezug einfach braucht. Allerdings nützen sie sich ohne Kolophonium und mit verstärktem Bogendruck um so mehr ab.

Merken Sie, worauf ich hinaus will?

Wenn Sie mit dem Kolophonium sparen, tun Sie sich keinen Gefallen. Sie tun weder sich einen Gefallen, da sich Ihr Spiel um vieles anstrengender und ungelenker gestaltet, als wenn der Bogen die Saite gut angreift. Außerdem ruinieren Sie in kürzester Zeit Ihre Bogenhaare. Und die sind teuer. Sie müssen heute für einen Bogenbezug je nach Instrument und auch je n ach Geigenbauer etwa zwischen 50,- und 80,- € rechnen. Ein Stück Kolophonium hingegen ist billigsten Falles schon für 3,- € zu haben. Hier gibt es allerdings auch große Abweichungen. Je nach Marke kann man auch für ein Stück Kolophonium bis zu 30,- € hinlegen.

Wenn Sie gerade das Instrument zu spielen beginnen, würde ich Ihnen empfehlen, vor allem genügend Kolophonium anzuwenden. Machen Sie sich nicht allzu viele Gedanken über die Qualität und den Preis des Kolophoniums. Mit der Zeit werden Sie merken dass das eine oder andere Kolophonium sich für Sie besser streicht. Manche Geige braucht ein etwas härteres, manche ein etwas weicheres Kolophonium. Am Anfang werden Sie aber noch gar nicht so sehr die Unterschiede merken, da Sie viel zu sehr mit Ihren eigenen Bewegungen und ihrer Koordinierung beschäftigt sind.
Mit Ihrem steigenden Können werden Sie auch merken, dass Ihr Bedürfnis nach klanglicher Verwirklichung Ihrer Vorstellungen steigt, und irgendwann werden die klanglichen Eigenschaften verschiedener Kolophoniumsorten für Sie auch eine Rolle spielen.

Zunächst ist das aber nicht so wichtig. Eines sollten Sie sich allerdings gönnen. Kaufen Sie sich jedes Jahr ein neues Kolophonium und werfen sie das Alte in den Müll. Egal wie weit Sie das alte Stück abgenutzt haben: nach einem Jahr sind die harzigen Bestandteile aus dem Kolophonium verdunstet, das gute Stück wird spröde und der Klang hart. Zeit für ein Neues.

Sollten Sie in Ihrem Geigenkasten daher ein altes Kolophonium finden, das irgendwann einmal jemand benutzt haben mag, Sie aber keine Ahnung haben, wie alt es ist: Werfen Sie es getrost in den Müll, kaufen Sie sich ein Neues. Sie tun sich damit den größten Gefallen und kommen in den Genuss eines frisch kolophonierten und gut greifenden Bogens.

Viel Erfolg bei Ihren klanglichen Erfahrungen mit diesen neuen Bedingungen wünscht Ihnen

Felix Seiffert

Cello lernen – die Geographie der ersten Lage Teil 2

Können Sie sich noch an den letzten Artikel dieses Themas erinnern?

Wir haben beim letzten Artikel gelernt, wie die erste Lage auf dem Cello funktioniert. Steht in der ersten engen Lage der 1. Finger einen Ganzton über der leeren Saite, ergibt sich, dass der 4. Finger die Oktave der nächsttieferen leeren Saite greift.

Wenn Sie das Ganze noch einmal genau nachlesen möchten, dann hier. Außerdem können Sie dort auch eine Grifftabelle herunterladen die Sie selbst ausfüllen können. Sie werden merken, dass Sie sich so die Töne am besten einprägen. Außerdem wir Ihnen die Tabelle beim Üben treue Dienste leisten.

Wie schon angedeutet, fehlt uns aber in der ersten Lage ein Ton. Und bestimmte Tonarten kann man so in dieser Lage ohne diesen Ton gar nicht spielen.
Es geht um den Halbton der zwischen unserem 4. Finger und der nächsten leeren Saite liegt. Wie Sie sich erinnern, greifen wir beispielsweise auf der G-Saite ein c mit dem 4. Finger. Der nächste Ton, den wir dann spielen können (alle Finger liegen ja bereits auf dem Griffbrett) ist die D-Saite.

Nun könnte man sich fragen, warum man es nicht genauso macht, wie mit dem 1. Finger. Also, warum streckt man den 4. Finger nicht einfach aus, und spielt den Halbton über seinem normalen Platz?

Der Gedanke liegt natürlich nahe. Die Erfahrung zeigt aber, dass dies bei den meisten Spielern, zumindest wenn sie noch Cello lernen, schlicht und einfach nicht sauber und ohne Komplikationen funktioniert. Es gibt natürlich Spieler mit sehr großen Händen (zu denen ich selbst aber auch nicht gehöre) die so etwas machen können. Aber weitaus die meisten Spieler tun gut daran, die Sache auf eine andere Art zu lösen.

Wir verschieben einfach die ganze Hand. Stellen Sie sich vor, Sie stellen Ihre Hand in der weiten ersten Lage auf das Griffbrett und rutschen nun mit der Hand um einen Fingerplatz weiter nach oben.

Wenn man mit der ganzen Hand auf dem Griffbrett verrutscht, kann man am besten die Abstände der Finger und damit das saubere Treffen der Töne gewährleisten. Man verschiebt einfach den Arm, aber die Abstände der Finger untereinander bleiben gleich.

Allerdings ist beim Verrutschen der „ganzen Hand“ eines wichtig. Nämlich, dass man sich wirklich mit der „ganzen Hand“ bewegt. Zur ganzen Hand gehört nämlich der Daumen auch dazu. Sie ahnen gar nicht, wie wichtig es ist, den Daumen am korrekten Platz unter den Fingern zu haben.

Normaler Weise steht er in etwa unter dem 2. Finger. Gewöhnt sich der Daumen an diese Stelle unter den Fingern, gibt er ihnen dadurch eine große Sicherheit. Sie werden nämlich in bestimmten Abständen zum Daumen auf das Griffbrett fallen und damit treffsicher auf ihren Tönen landen.

Und wenn Sie nun die Hand verrutschen und den Daumen stehen lassen, (was übrigens fast jeder Anfänger instinktiv tut) was passiert dann? Na dann verschiebt sich die ganze Zuordnung der Finger zum Daumen, und die Sache wird normalerweise unsauber.

Von daher beachten Sie unbedingt meine eindringliche Bitte an Sie: Wenn Sie schon Cello lernen, dann bitte gleich richtig! Verrutschen Sie mit der ganzen Hand! (und ich meine mit der „ganzen Hand“)

Was das nur für Konsequenzen für die Töne hat, die Sie nun auf dem Griffbrett abgreifen, das zeigt Ihnen das Video.

Die im Video dargestellte erhöhte erste Lage ist somit tatsächlich eine richtige neue Lage, auch wenn sie zum Großraum der ersten Lage gezählt wird.

Die folgende Definition gilt zumindest für die unteren Halslagen: Eine Lage ist durch die Stellung des Daumens am Hals des Instrumentes definiert. Man wechselt also immer dann die Lage, wenn man mit dem Daumen unter dem Hals verrutscht.

Die erste und die erhöhte erste Lage zusammen bieten nun die Möglichkeit, alles Halbtöne im Bereich zwischen der tiefsten und der höchsten leeren Saite zu spielen. Damit sind wir im Prinzip in der Lage, alle Tonarten zu spielen.

Und damit wünsche ich Ihnen eine erfolg- und erkenntnisreiche Zeit am Instrument

Felix Seiffert

 

Cello lernen – die Geographie der ersten Lage

Liebe Leser,

Gehen wir einmal davon aus, dass Sie gerade Ihr Cello in den Händen halten und Ihre ersten Gehversuche hinter sich haben. Sie haben auf leeren Saite gestrichen und haben vielleicht auch ein paar Töne auf einer Saite gegriffen. Dabei haben Sie eine gute Handstellung für sich herausgefunden.

Aber wenn Sie nun Stück für Stück in Ihrem Arbeitsheft voranschreiten, ist das vielleicht doch ein bisschen langweilig, finden Sie nicht auch.

Wie wäre es denn, wenn wir hier an dieser Stelle uns einfach einmal anschauen, welche Töne Sie auf welcher Saite unter den Fingern haben? Dann könnten Sie doch ganz gut auf eigene Faust Stücke ausprobieren.

Kommen wir also auch beim Cello zu unserer Geografie des Griffbretts. Mit Ihrer Grifftabelle Cello erste Lage, die Sie sich hier herunterladen können, und die Sie sich im Laufe dieses Blogartikels ausfüllen werden, haben Sie im Prinzip die ganze Orientierungsarbeit für die erste Lage schon gemacht.

Etwas Übung wird es natürlich noch noch brauchen, bis Sie selbstverständlich und schnell die Noten umsetzen und lesen. Aber Sie werden sehen, es ist halb so wild.

Unterscheiden Sie am Cello bei der ersten Lage bitte folgende Gegebenheit: Im Prinzip gibt es am Cello zwei Griffarten.

Da das Instrument wesentlich größer als eine Geige ist, sind auch die Saiten
länger und dementsprechend die Abstände der einzelnen Töne. Und dies bringt es mit sich, dass wir mit unseren Fingern nicht mehr wahlweise Halb- oder Ganztöne abgreifen können.
Unsere Finger stehen deshalb am Cello, zumindest in den unteren Lagen, grundsätzlich im Halbtonabstand.
Eine Ausnahme: in der sogenannten „weiten Lage“ steht der 1.Finger im Ganztonabstand zum 2. Alle übrigen Finger stehen aber weiterhin im Halbtonabstand zueinander.

Und was das nun für Konsequenzen für die Töne hat, die Sie nun auf dem Griffbrett abgreifen können, das erfahren Sie hier im Video:

Fassen wir also noch einmal zusammen, um was es geht.

  • in der ersten Lage steht der erste Finger einen Ganzton über der leeren Saite.
  • Daraus ergibt sich für den 4 Finger der Ton eine Oktave über der tieferen leeren Saite.
  • Auf der A-Saite greifen Sie daher die Töne: a (leere Saite), h (1.), c‘ (2.), cis‘ (3.) und d‘ (4. Finger)
  • Auf der D-Saite sind es: d (o), e (1), f (2), fis (3) und g (4).
  • Auf der G-Saite greifen Sie folgende Töne: G (0), A (1), B (2), H (3) und c (4)
  • Und auf der C-Saite: C (0), D (1), Es (2), E (3), und F (4)

Sicherlich haben Sie bemerkt, dass wir mit diesen beiden Griffarten noch nicht, wie bei der Geige, in der Lage sind, alle Töne zu greifen, die zwischen zwei Saiten liegen.

Tatsächlich fehlt zwischen dem Ton, den wir mit dem vierten Finger greifen und der nächsthöheren leeren Saite noch ein Halbton, den wir in unserer engen und weiten Lage gar nicht greifen können.

Und selbst wenn wir den greifen können, fehlt uns immer noch der Ton der leeren Saite selbst, den wir ja auf der Geige und Bratsche mit dem 4. Finger verhältnismäßig bequem erreichen.
Sie sehen schon, ganz so einfach ist das beim Cello nicht. Jedes Instrument bringt so seine kleinen Vor- und Nachteile mit sich.

Am Cello können Sie in einer Handstellung nicht so viele Töne greifen, das ist wahr. Andererseits ist die ganze Handstellung am Cello anatomisch einfacher. Sie brauchen die Hand nicht so sehr verdrehen, wie bei Geige und Bratsche.

Einerseits tut man sich in dieser Handstellung leichter, andererseits muss man auch öfter die Lage wechseln, da einfach nicht so viele Töne in einer Lage spielbar sind. Was ist Ihnen nun lieber?

Als einer, der in der Kindheit beides gelernt hat, nämlich Geige und Cello, sage ich einmal: Ich glaube es hebt sich gegenseitig auf. Was Sie bei einem Instrument evtl. als schwierig empfinden, birgt immer auch einen Vorteil in sich.

Und damit wünsche ich Ihnen viel Erfolg auf Ihrer Entdeckungsreise auf dem Cello

Ihr Felix Seiffert

Detachè und Martelé, zwei verschiedene Arten, einen Ton anzustreichen

Ist Ihnen beim Beobachten eines Streichers einmal aufgefallen, wie viele verschiedene Möglichkeiten es gibt, Töne zu gestalten? Wie viele verschiedene Klangfarben man einem Streichinstrument entlocken kann? Bei all der Vielfalt, wird Ihnen da fast schwindelig, wenn Sie daran denken, was Sie noch alles lernen wollen?

Nun, Ihnen kann aber geholfen werden.

Es gibt zum Glück grundsätzlich zwei verschiedene Arten, Töne zu behandeln. Man kann sie anstoßen oder man kann sie weich anstreichen. Diese zwei Arten der Gestaltung bilden die Grundlage, auf der sich noch verschiedene andere verfeinerte Formen der Tongestaltung aufbauen lassen. Aber wenn Sie erst einmal diese zwei Arten beherrschen, haben Sie schon die wichtigsten Gestaltungsmöglichkeiten im Repertoire.

Zunächst gibt es einmal die Möglichkeit, Töne klar voneinander abzusetzen. Und wenn man Töne voneinander absetzen möchte, dann braucht man kleine Pausen zwischen den Tönen.

Beim Marcato oder Martelè haben wir genau diese Situation. Sie streichen einen deutlich angesetzten Ton, halten danach an und machen eine minimale Pause zum nächsten Ton, der dann auch wieder einen deutlichen Ansatz (ich nenne ihn hier einmal „Anstoß“ auch wenn das vielleicht etwas hart klingt) hat.

Um einen Ton mit einem solchen Ansatz beginnen zu lassen, ist es wichtig, dass Sie den Bogen vorher auf die Saite stützen und mit genügend Gewicht unter Spannung bringen. So entsteht ein Haftwiderstand, der beim Los – streichen die Saite sozusagen „anspringen“ lässt. Und schon haben Sie einen klar akzentuierten Ton.

Das Wichtigste ist aber hierbei, dass sie in dem Moment, wo der Ton beginnt das Gewicht des Bogens auf der Saite verringern zu einem normalen Bogengewicht, wie es bei jeden schön klingenden Ton gebräuchlich ist. Sie werden sich ganz schnell darauf einstellen, Sie kennen ja das Gefühl, wie ein Bogen auf der Saite liegt und sie wirklich gut mitnimmt.

Die Falle: Versuchen Sie bloß nicht, den Anstoß des Tons aktiv zu machen. Wenn Sie den ton aktiv anstoßen wollen werden Sie immer zu viel Druck beim Anstrich geben und so den Ton mit einem Kratzen anstreichen. Das Ergebnis wird immer sein, dass Sie erstens leicht ermüden und zweitens nie einen zufrieden stellenden Ton beginnen werden. Sie müssen sich also gleich zu Beginn Ihrer Übungen mit diesem Strich in Ihrer Vorstellung umstellen, dann wird es gelingen. Es ist aber gar nicht so schwer, wie es zunächst scheint.

Am besten Sie sehen sich die Sache einmal im Video an.

Die zweite Art, den Ton anzustreichen ist der weiche Tonbeginn. Im Détaché vermeiden Sie so gut es geht diesen klaren Tonansatz und beginnen den Ton in seiner warmen Klangfarbe direkt.

Und um dies zu schaffen, sollten Sie den Bogen mit einer sehr flexiblen Hand führen. Damit der Ton weich beginnen kann, sollte der Haftwiderstand des Bogens mit Ihren flexiblen Fingern abgemildert werden. Beginnen Sie die Bogenbewegung mit Ihrem Arm und geben Sie mit Ihren Fingern am Bogen der Bewegung noch, bis sich ganz von selbst der Bogen in Bewegung setzt. Auf diese Weise sperren sich die Finger nicht gegen die Bewegung und der Bogen kann den Ton ohne einen Stoß beginnen.

Wenn Sie nun die Wechsel der Töne immer mit dieser Ausgleichsbewegung versehen, wenden Sie sehen, dass die Töne fast nahtlos ineinander übergehen können. So lassen sich Melodien gestalten, die aus flexiblen und weichen Noten bestehen, und daher äußerst verbunden klingen. Der Zuhörer nimmt nun nicht mehr die einzelnen Noten sondern vor allem die Bewegung wahr, die in der Melodie steckt.

Viel Erfolg bei Ihren Übungen wünscht Ihnen

Felix Seiffert